Das Team der Fachstelle

Das Bild zeigt das Team der Fachstelle Queere Jugend NRW und das Team des Projektes Q_munity als Illustration. Zu sehen sind von links nach rechts: Imany Maari, Madeline Doneit, Max Steinbock, Mo Zündorf und H. Yilmaz.

Wir sind ein multiprofessionelles Team mit verschiedenen fachlichen Kompetenzen in den Bereichen Offene Kinder- und Jugendarbeit, Gender und Queer Studies, Soziale Arbeit und Erziehungswissenschaften, systemische Beratung, Prozessbegleitung, Antidiskriminierungs- und politische Bildungsarbeit. Wir verfügen über vielfältige praktische Erfahrungen in der queeren Jugendarbeit (Bonn, Dortmund, Siegen) mit den Schwerpunktthemen: Angebote für alle jungen Queers, Mädchen*arbeit, trans* spezifische Jugendarbeit, rassismuskritische Jugendarbeit, sexuelle Bildung, Elternarbeit, niedrigschwellige Beratung.
Gemeinsam haben wir, dass wir voller Überzeugung für die Interessen von jungen Queers eintreten.

Kontakt Gesamtteam:
info@queere-jugendfachstelle.nrw

Mo Zündorf
(Pronomen: nin):
zuendorf@queere-jugendfachstelle.nrw

Max Steinbock (Pronomen: er):
steinbock@queere-jugendfachstelle.nrw

Madeline Doneit (Pronomen: sie):
doneit@queere-jugendfachstelle.nrw

Projekt-Team Q_munity:
qmunity@queere-jugendfachstelle.nrw

Imany Maari (Pronomen: sie oder keins):
maari@queeres-netzwerk.nrw

H. Yilmaz (Pronomen: keins):
yilmaz@queeres-netzwerk.nrw

Esther Kilian (Pronomen: sie):
kilian@queeres-netzwerk.nrw

UNSERE HALTUNG

Für junge Queers

Wir stehen parteilich an der Seite queerer Jugendlicher. Wir nehmen ihre Lebensrealitäten und Bedarfe an die Jugendarbeit ernst und treten für ihre Interessen ein.

Jugendpartizipation

Nicht ohne junge Queers über junge Queers sprechen! Wir stellen Partizipation und Mitbestimmung von lsbtiq* Jugendlichen sicher: im Rahmen des Jugendnetzwerks Queere Jugend NRW und durch unseren Jugendbeirat. Auch in Fachdiskursen bemühen wir uns um Einbeziehung der Expertisen der Jugendlichen.

Diskriminierungskritisch

Die empirisch belegten Diskriminierungserfahrungen aufgrund geschlechtlicher oder/und sexueller Identität außerhalb der Normen von Zweigeschlechtlichkeit und Heterosexualität bilden die Ausgangslage unserer Arbeit. Um die Lebenswelten aller queeren Jugendlichen verstehen und begleiten zu können, ist außerdem eine intersektionale Perspektive essenziell, das heißt: der Blick auf die Verschränkungen und das Zusammenwirken weiterer Diskriminierungsformen. Queere Jugendliche erleben Trans*-, Inter*-, Lesben*-, Schwulen-, Bi- und Queerfeindlichkeit und darüber hinaus je nach ihrer Positionierung Rassismus, Sexismus, Diskriminierung aufgrund von Behinderungen und Körperlichkeit sowie aufgrund von sozio-ökonomischem Status und Bildungszugängen.

Empowerment und Safer Spaces

Neben sensibilisierten Regelstrukturen der Jugendarbeit brauchen und fordern lsbtiq* Jugendliche stärkende Räume spezifisch von und für Queers. Wir stehen dafür ein, dass queere Jugendliche ein Recht haben auf die Erfahrung von Freizeit, Peerkontakten und Identitätsfindung ohne Sorge vor Queerfeindlichkeit sowie niedrigschwellige Beratung und Unterstützung, beispielsweise rund um Coming-out und dem Umgang mit Diskriminierung. Außerdem sprechen wir uns für die Bedeutung und Notwendigkeit von Schutz- und Empowermenträumen auch innerhalb Offener queerer Jugendarbeit aus: also bspw. für Safer Spaces für junge queere BI_PoC´s, trans* und nicht-binäre Jugendliche und queere Mädchen*.

Für die fachliche Anerkennung queerer Jugendarbeit

Lsbtiq* Jugendarbeit hat erst eine kurze Geschichte und wurzelt insbesondere in der Selbstorganisation und Selbsthilfe queerer Menschen. Dies spiegelt sich in der aktuell häufig noch prekären Förderung hauptamtlicher Stellen in den Projekten wider. Wir sehen queere Jugendarbeit als ein komplexes Arbeitsfeld an, in der die pädagogischen Fachkräfte Offene Jugendarbeit, niedrigschwellige psychosoziale Beratung, Empowerment und Bildungsarbeit leisten. Als Fachstelle setzen wir uns für die Anerkennung queerer Jugendarbeit und für den Ausbau des Fachdiskurses und der Fachvernetzung hierzu ein.

Beratung projektspezifisch und ressourcenorientiert

Die Angebote der queeren Jugendarbeit in NRW sind äußerst vielfältig aufgestellt und gefördert: Sie reichen von städtischen Jugendzentren mit täglichen Öffnungszeiten über wöchentliche Treffs bei Community- oder allgemeinen Trägern der Jugendarbeit bis hin zu monatlich stattfindenden Aktionen wie Themencafés im ländlichen Raum. Unsere Beratung ist stets spezifisch an den jeweiligen Ressourcen des Angebots vor Ort orientiert – immer mit dem Fokus, bei Gründung, Erhalt und Ausbau von möglichst stärkenden und langfristig ausgelegten Angeboten für junge Queers überall in NRW zu unterstützen.

Schutzkonzepte und sexuelle Bildung Hand in Hand

»Für Selbstbestimmung, gegen Grenzüberschreitungen« – diesem Motto des Schutzkonzepts unseres Jugendnetzwerks verpflichten auch wir uns in unserer Arbeit. Wir setzen uns für die Etablierung von Schutzkonzepten zur Prävention sexualisierter Gewalt in den Angeboten der queeren Jugendarbeit ein und machen uns hierbei für einen Fachaustausch stark, der die besonderen Bedarfe und Vulnerabilitäten von lsbtiq* Jugendlichen in den Blick nimmt. Als einen dieser Bedarfe verstehen wir Angebote sexpositiv-stärkender und grenzwahrender sexueller Bildung/Sexualpädagogik speziell für die Zielgruppe junger Queers.

Selbstreflexiv, lernend, vernetzt

Wir lernen stetig dazu: insbesondere von und mit dem Jugendnetzwerk und den Fachkräften der queeren Vor-Ort-Arbeit, aber auch durch Fortbildungen und weitere Fachvernetzung. (Selbst-)Reflexion und Weiterentwicklung sind uns wichtig: Gerne nehmen wir kritisches wie positives Feedback zu unserer Arbeit entgegen.